Naturgewalten

Einmal mehr hat sich die Natur von ihrer hässlichen Seite gezeigt. Das Unwetter, welches am Abend des 20. Juni das Eidgen. Turnfest in Biel an den Rande des Abbruchs brachte, fegte zuerst über die gesamte Westschweiz und auch den Bielersee, am oberen Ende des See zusätzlich mit teilweise schwerem Hagelschlag. Ab Ligerz Richtung Westen wurde die gesamte Rebfläche in mitleidenschaft gezogen. Zwischen 50 % bis Totalschaden trifft man alles an.
Wir sind diesmal mit dem berühmten blauen Auge davongekommen! Es traf "nur" unseren Rebberg in Le Landeron. Die Reben in Twann  blieben diesmal verschont.

Was sich am 20. Juni in Le Landeron noch so präsentierte:

fanden wir am nächsten Tag in diesem Zustand vor:

Noch schlimmer traf es unsere Kollegen in Ligerz, wo es grossflächig zum Totalschaden kam. Durch die grossen Regenmenge in kurzer Zeit, in Twann wurden in knapp 25 Min. 30 mm Niederschlag registriert, kam es auch zu einigen Abschwemmschäden in neu bepflanzten Parzellen sowie an Bauwerken. Da wir im Juli 2007 die Erfahrung eines Totalschadens auf einem Drittel unserer Betriebsfläche ebenfalls machen mussten, können wir gut nachempfinden, wie sich unsere Kollegen im Moment fühlen.

Da es im Leben immer weitergeht, wurde am nächsten Morgen wie geplant der 3. Helisprühflug der Saison durchgeführt. In den geschädigten Reben ist es nun von grösster Wichtigkeit, dass das wenige, welches übrig blieb, gegen Krankheiten geschützt wird, um die Pflanze beim Bewältigen des Schadens zu unterstützen. Der Pflanzenschutz per Helikopter ist in unsern steilen Rebbergen die wirtschaftlich und auch ökologisch beste

Variante und unterliegt strengen gesetzlichen Auflagen und Kontrollen! 

Auch der See und die ganze Gegend zeigen wieder ihre idyllische Seite, als wäre gar nichts gewesen.

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